Alle Beiträge von Helga Lindner

Zauberhafte Weihnachtszeit

Stadtsaal im Veranstaltungsforum Fürstenfeld
82256 Fürstenfeldbruck – an der Fürstenfelder Straße

Freitag, 27. November 2009 um 19 Uhr

 

 

 

Ein weihnachtlicher Melodienreigen
aus aller Welt für die ganze Familie

Elisabeth Hallberg – Sopran
Annette Kramny – Mezzosopran
Christian Bauer – Tenor
Katja Lechthaler – Erzählerin
Andrea Bauer – Texte

Chorgemeinschaft Fürstenfeldbruck

Vogtland-Philharmonie Greiz-Reichenbach

Dirigent: Klaus Linkel

Programmfolge

Festliche Musik zur Advents- und Weihnachtszeit:

“Macht hoch die Tür, die Tor macht weit”
Melodie Volksgut 16. Jh.
Arr.: Klaus Linkel

Johann Sebastian Bach aus dem “Weihnachtsoratorium”
– “Sinfonia”
Bläseradapt.: Kl. Linkel

Franz Schubert “Hymne an die Jungfrau” D 839
– “Ave Maria”
Arr.: Klaus Linkel

Johann Sebastian Bach aus der Kantate BMV 208
– “Schafe können sicher weiden”
Arr.: Klaus Linkel

Max Reger
– “Maria sitzt im Rosenhag”

Johann Ritter von Herbeck
– “Pueri concinite”

Weihnachtszeit – Märchenzeit:

Engelbert Humperdinck Ausschnitte aus der Oper “Hänsel und Gretel”
– “Hexenritt”
– “Ein Männlein steht im Walde”
– “Sandmännchen”
– “Abendsegen”
– “Pantomime” (Reigen der Schutzengel)

– Pause –

Weihnachtslieder aus aller Welt:

Leroy Anderson
– “English and German Christmas Festival” Vocalarr.: Klaus Linkel

Robert Stolz
– “Christrosenlied”

Felix Bernard
– “Winter Wonderland”

Irving Berlin
– “White Christmas”
Arr.: R.R. Bennett

Leroy Anderson
– “Sleigh Ride”

Weihnachtslieder-Arrangement
– “O Heilige Nacht”
– “Gloria”
Arr.: Klaus Linkel

Fürstenfeldbrucker Tagblatt: Kirchenkonzert zu Gunsten des Pfarrheim-Neubaues

Originelles Programm beim Benefizkonzert für das Pfarrheim

VON ARNO PREISER

Fürstenfeldbruck – Für das Benefizkonzert der Brucker Chorgemeinschaft in der Pfarrkirche St. Magdalena zugunsten des Neubaus des Pfarrheims bot Chorleiter Klaus Linkel ein originelles Programm. Die etwa 300 Besucher lernten eine seltene Fassung von Schuberts „Deutscher Messe“ kennen.

Zunächst spielt die koreanische Organistin Yeni Yun ein herausragendes Orgelwerk Bachs „Präludium und Fuge, Es-Dur BWV 552“. Bei strahlendem Klang verdeutlichte sie das kunstvolle Stimmengefüge des Präludiums. Dessen Dreiteilung, als Sinnbild der Dreifaltigkeit gedeutet, hat ungewohnten Umfang zur Folge. Dem entspricht die Tripelfuge, die Yeni Yun zunächst mit gewichtigen Schritten, später unter anderem mit eiligen Läufen entfaltete.

Dem großartigen Eindruck folgte Cherubinis „Ave Maria“, von Elisabeth Hallberg zum weichen Klang der Holzbläser aus Gernlinden mit leuchtendem Sopran gestaltete. Der Chor sang nun die nicht für den Gottesdienst bestimmten „Gesänge zur Feier des heiligen Opfers der Messe“, Auftrag eines Professors, dem an volkstümlicher Kirchenmusik lag.

Als klangliche Besonderheit der „Deutschen Messe“ schließt Schubert Streicher zugunsten von Holz- und Blechbläsern aus. Ganz im Sinn dieses letzten Wiener Klassikers betonten die Sänger die Forte-Piano-Kontraste. Den Einganggesang leise beginnend, „Wohin soll ich mich wenden, wenn Gram und Schmerz mich drücken?“, antworteten sie mit dem kräftigen Ruf „Zu dir, zu dir, o Vater“. Bei dem zum Evangelium und Credo bestimmten Stück folgten verhaltenen Worten („Noch lag die Schöpfung formlos da“) strahlende: „Er sprach´s, und es ward Licht“. Das erinnerte an Haydns „Schöpfung“. Erschien das „Heilig ist der Herr“ noch zart und geheimnisvoll, so steigerte der Chor das Sanctus zu entschiedenem Bekenntnis, „Er, der nie begonnen, er, der immer war“, um wieder sanft zu enden.

Obwohl Linkel den „Sehr langsam“ überschriebenen Satz nach der Wandlung zügiger singen ließ, wirkte er besinnlich: „Betrachtend deine Huld und Güte, o mein Erlöser gegen mich, seh´ ich beim letzten Abendmahle im Kreise deiner Teuren dich“.

Beim „Gebet des Herrn“ verband sich erneut erbaulicher Text mit liedhafter Melodik zu tief empfundener, von prachtvollem Bläserklang begleiteter Hymne: „Anbetend deine Macht und Größe versinkt im Nichts mein bebend Ich“. Romantisches Melos drückten Solistin, Chor und Bläser in Francks „Panis angelicus“ aus. Bei den Meditationen erläuterte Pfarrer Michael Bayer liturgisch-historische Zusammenhänge.